EinRadler
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Dölauer Straße, Zweirichtungsradweg, mehr oder weniger benutzungspflichtig.

Dann kommt eine Straßenbahnquerung (Karte) in Höhe der Shell-Tankstelle.

Der Radweg hat eine Lücke, er endet plötzlich und ohne Überführung auf die Fahrbahn, es steht ein Fußweg-Schild aus beiden Richtungen vor der Querung. Man soll auch gar nicht die Fahrbahn nutzen, was besonders für die links fahrenden mit einer doppelten Fahrbahnquerung verbunden wäre und dementsprechend bescheuert.

Hier haben wir eine dieser Perlen, wo die Stadtverwaltung oder die HAVAG oder beide zusammen eine ganz einfache Lösung für den Radverkehr gefunden haben: Einfach Absteigen und Schieben.

Durch die Gitter kommt man nicht wirklich durch, ihr Abstand ist nur ein Meter und sie überlappen mindestens 1,50m. Die Geländer sind auch perfekt in Lenkerhöhe bei vielen Fahrrädern.

Wie toll sich das Ganze mit einem Tandem, oder einem Anhänger, oder mit einem Rollstuhl durchquert - ganz zu schweigen von diesem neumodischen Teufelszeug "Lastenrad", kann man sich gut vorstellen.

Nur, um das noch mal ausdrücklich klarzustellen: Dort fährt kein ICE und auch nicht der D-Zug nach Basel durch, sondern eine Straßenbahn, die man in beiden Richtungen gut sehen kann.

Da um die Gitter offenbar jeder normalen Mensch herumfährt, wurden auch extra noch dicke Feldsteine danebengestellt. Wichtigstes Ziel ist offenbar das Stoppen der Radfahrer um jeden Preis. Dadurch entsteht eine sehr gefährliche Nähe des Ausweichweges zur Fahrbahn, d.h. eine sehr seltene (2x in 15 Minuten?) Gefährdung durch die Straßenbahn wird durch die permanente Gefährdung durch den schnellen dichten Straßenverkehr eingetauscht.

Übrigens: ein kleines Stück stadteinwärts kann man direkt ungehindert über dieselben Gleise fahren, oben auf der Karte sieht man das sehr gut. Bildbeschreibung Bildbeschreibung