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Station 4: Freie Fahrt bis zum Francke Platz?

Ist der Glauchaer Platz überwunden, kann es eigentlich losgehen mit dem schnelleren Fahren, denn nun hat der Fahrradfahrer tatsächlich mal für ca. 500 Meter einen Weg ganz für sich allein! Jedenfalls wenn nicht gerade ein Gruppe Fußgänger darüber schlendert. Allerdings lässt meine Freude gleich wieder nach, denn heute hat sich ein Bautrupp so auf dem Fahrradweg breit gemacht, dass keinerlei Durchkommen möglich ist. Zwar stehen zwei Verkehrskegel auf dem Weg. Wo ich als Radfahrer aber bleiben soll, darüber macht sich von den Arbeitern niemand Gedanken. Man hätte sich auch auf dem Parkplatz daneben Platz reservieren können, aber vermutlich geht es schneller und einfacher, den Fahrradweg zu blockieren. Das erlebe ich an dieser Stelle nicht zum ersten Mal.

Blockierter Fahrradweg

Auf den letzten Metern vollführt der Fahrradweg kurz vor der Haltestelle (Linie 4, 9) Francke Platz einen kleinen Zaubertrick!

Noch ein Fahrradweg

Was eben noch ein Weg ausschließlich für Fahrradfahrer war, wird ganz urplötzlich ein Fußgänger, der immerhin noch für Fahrradfahrer frei gegeben wurde.

Jetzt ein Fußweg

Hintergrund ist der Zugang zur Haltestelle, die in der Woche zeitweise stark frequentiert ist. Hier sind mir schon öfters Wartende vor das Fahrrad gesprungen. Heute am Wochenende ist allerdings kaum ein Passant zu sehen. / Tretkurbelist

EinRadler
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Station 2: Mansfelder Straße - Saalequerung:

Sowohl der Gehweg wie auch der Radweg werden nach dem Rennbahnkreuz gemeinsam in Richtung Mansfelder Straße auf die linke Seite der Fahrbahn geführt. Genau dies führt später dazu, dass viele Fahrradfahrer auf der linken Seite bis in die Stadt fahren. Schnelles Fahren ist für Fahrradfahrer daher meist nicht mehr möglich. Immerhin wurde mittlerweile ein Verkehrsschild installiert.

Fahrradweg_Ende

Dies signalisiert das Ende des Fahrradweges, leider lenkt es aber die Fahrenden nicht gleich auf die richtige, rechte Straßenseite. Ein zweites grundlegendes Problem an dieser Stelle ist der fehlende Platz für Fahrradfahrer. Bleiben sie auf der Straße, blockieren Sie die Vorbeifahrt der Straßenbahnen, die auf der Brücke nicht überholen dürfen. Ich für meinen Teil fahre auf der Straße und halte an, wenn sich eine Bahn von hinten nähert. Viele Fahrradfahrer entscheiden anders, weshalb die Straßenbahnen dann hinter ihnen her rumpeln. Leider ist es auch keine Lösung, dort auf dem Fußweg zu fahren, denn dort ist kein Platz und man kann auch nur an einer einzigen Stelle direkt auf den Fußweg wechseln. Die dicke Laternengalerie verhindert die Möglichkeit, Fußgänger wirklich zu überholen. / Tretkurbelist

Fahrradweg_Ende

Die Auffahrt auf den Fußweg ist nur an wenigen Stellen möglich, da die Bordkante ziemlich hoch ist. Man muss die Absenkung nehmen, aber die führt einen direkt zum Ampelmast oder in die Fußgängerinnen.

Bildbeschreibung

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[Anmerkung der Redaktion: dubisthalle hat das Problem auch schon (deutlich vor uns) aufgegriffen.] [Anmerkung 2 der Redaktion: imBaustellenkalenderist nichts davon angemerkt, vermutlich ist der nur für "Echte" Verkehrsmittel gedacht. Wir wissen nicht, ob das für zwei Tage, zwei Monate oder zwei Jahre so ist!]

[ MZ-Artikel vom 07.12.2017]

Heute bin ich den wichtigsten Fahrradwege vom Steintor zum Bahnhof entlang der Magdeburger Straße gefahren. Was ich dort wahrnehmen musste, hat mir wirklich den Glauben an eine fahrradfreundliche Politik in der Stadt Halle genommen. Bekanntlich wird am Riebeckplatz nach dem Abriss der großen Neubauten aus DDR-Zeiten jetzt für eine längere Zeit ein neues Ensemble von Gebäuden errichtet. Wie überall in Halle bringen solche Baustellen natürlich Einschränkungen mit sich. In diesem Fall werden diese Einschränkungen allerdings in einer Weise auf den Fahrradverkehr abgewälzt, wie ich es mir wirklich nicht hätte vorstellen können. Weil man offenbar einen direkten Zugang für Baufahrzeuge und Zulieferer zu Baustelle wünscht, wurde kurzerhand der gesamte Fahrradweg von der Magdeburger Straße in Richtung Riebeckplatz gesperrt. Die Fahrräder und Fußgänger können zwar oben an der Magdeburger Straße wieder auf die Baustraße wechseln, weil die fehlende Absperrung dies ermöglicht, unten stehen sie dann allerdings vor einem Bauzaun, der ihnen jeden offiziellen Weg versperrt.

Fahrradfahrer wechselt über Straßenbahnspur zum ehemaligen Fahrradweg

Hier bleibt nur übrig, auf die Spur der Straßenbahn zu wechseln, was bei geichzeitiger Ankunft der Bahn nicht ungefährlich ist. Genau dies machen aber die vielen Fußgänger und Fahrradfahrer, weil niemand den langen Umweg über die Röserstraße nehmen möchte. Wahrscheinlich verstehen die meisten Verkehrsteilnehmerinnen dies - wie ich auch - nicht beim ersten Gebrauch dieser Route. Wirkllich ausgewiesen ist die natürlich auch nicht. Für Fußgänger ist der Umweg überdies nicht unerheblich. Als ich ein Foto machte, kamen laufend Fahrräder und Fußgänger an. Manche strandeten am Bauzaun, weil sie wie ich von der Magdeburger Straße kamen. Manche umgingen den Bauzaun vom Riebeckplatz kommend bereits gezielt, weil sie die Situation offensichtlich schon kannten. Das Schlimme an dieser Situation: man sperrt hier eine Haupttrasse des hallischen Radverkehrs für die nächsten ein bis zwei Jahre einfach ab, weil Baufahrzeuge die Vorfahrt erhalten. Dabei könnten dort sicherlich auch beide verkehren. Die Baufahrzeuge könnten zwar auch über die offiziellen Straßen Dorothenstraße / Anhalter Straße fahren, aber das ist offensichtlich nicht so komfortabel oder man will die Baufahrzeuge einfach an dieser Stelle nicht in den Straßenverkehr einordnen. In diesen Straßen gibt es eigentlich kaum Verkehr, eher nur ruhenden Straßenverkehr. Fragt sich also was hier eigentlich Entscheidungsgrundlage ist. Ich war nur kurz an dieser Stelle, konnte aber eine intensive Nutzung durch Fahrradfahrer und Fußgänger wahrnehmen. Baufahrzeuge habe ich allerdings in dieser Zeit nicht gesehen. Stattdessen wird einfach die Lebensader des Fahrradverkehrs für die nächsten ein bis zwei Jahre gesperrt. Ist ja nicht so wichtig, oder? Der Umgang mit Baustellen in der Stadt Halle ist wirklich mehr als bedauerlich. Hier sollte die Stadtverwaltung wirklich noch einmal nachdenken, ob das so sein sollte. /Tretkurbelist!

NI07: Steintor Engpass 2

Engstelle und künstlerische Sprungstelle in einem

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Fährt man die Große Steinstraße hinauf Richtung Steintor, dann verengt sich auch hier die Straße langsam aber deutlich, bis vor der Kreuzung mit dem Franzosenweg die engste Stelle kommt. Danach verbreitert sich plötzlich im fast rechten Winkel zur Fahrtrichtung die Fahrbahn und ein Fahrradschutzstreifen beginnt direkt aus dem Fußweg. Auch wenn nach der Sanierung der Großen Steinstraße ein Schutzstreifen angelegt werden soll, ist dieser Zustand ja lange Zeit (viele Monate) ein Problem.

Kritikpunkt 1: Fahrbahnverengung ohne jede Markierung und Einfädelung

Kritikpunkt 2: Keine Einfädelung auf den Schutzstreifen

NI06: Steintor Engpass 1

Unfallgefahr durch unmarkierte langsame Fahrbahnverengung mit Gleisbereich

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Ausgang zur Großen Steinstraße

Zur Einordnung: von dort hinten links kommt man als Radfahrer: Von dort kommt man

Anfangs wird man noch durch einen Fahrradschutzstreifen auf die Fahrbahn geführt. Von links stoßen die KFZ auf die Straße, der Schutzstreifen ist zu begrüßen. Danach folgt der normale Mischbetrieb.

NI08: Steintor Kanten

Kantenabsenkung an der Radwegefurt gefordert, Radwegefurt kreativ über den Platz verschlängelt.

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Kantenabsenkung am Steintor

Am Steintor gibt es Platz für die Radfahrer. Das klingt banal und selbstverständlich, ist aber ein deutlicher Fortschritt gegenüber anderen in den letzten 20 Jahren sanierten Plätzen (siehe Franckeplatz).

Die Planung und Bauoberaufsicht lag bei der HAVAG, vereinfacht gesagt dem Straßenbahnunternehmen von Halle. In einem größeren Bereich gibt es Fußwege, Radwege und das Gleisbett mit den Schienen. Die Radwege sind durch kleine Kanten vom Gleisbett abgesetzt.

Jetzt die Erklärung zum Bild: rot ist der Bereich mit Kante, grün ist der Bereich ohne Kante. Logischerweise die Frage: was soll das?

Vorgabe der Stadt an die Bauleitung waren Nullabsenkungen der Bordkanten an den Stellen, wo Radfahrer zwischen Radweg und Gleisbett wechseln.