Oberchef
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Station 3: Saline und Glauchaer Platz

Vor dem Möbelkaufhaus können Fahrradfahrer dann wieder auf einen Fahrradweg einschwenken, der ganze stolze 200 Meter lang ist! Der rote Backsteinweg ist nicht nur äußerst desolat und begleitet das Fahren mit einem lustigen Klackern, das Material ist bei Regen auch sehr rutschig. Da heißt es bei Regen vorsichtig trampeln!

Einfahrt zum Fahrradweg Einfahrt zum Fahrradweg

Da eine direkte Fahrt zum Bahnhof nicht möglich ist, nehmen die meisten Radfahrer wahrscheinlich den Weg über den viel geliebten Glauchaer Platz. Auf direktem Weg müsste man über den Boulevard fahren, der aber weitgehend für den Fahrradverkehr gesperrt ist. Der Fußweg hinunter zum Glauchaer Platz ist zwar für Rad und Passanten zu eng, zum Glück bleiben die Fahrradfahrer auf diesem Weg jedoch oft allein.

Jetzt geht es über den Glauchaer Platz und zu diesem kann jeder Verkehrsteilnehmer ein ausgiebiges Gespräch führen (sprich klagen). Die Ampel für Fußgänger gleich bei der Ausfahrt aus dem Parkhaus ist zweigeteilt und reagiert im hinteren Abschnitt nur auf Knopfdruck. Wer dies nicht weiß, steht als Fahrradfahrer im zweiten Teil gleich noch mal wartend herum, bis er begreift. Dann haben sich die Planer des Platzes einen galanten Schwenk und eine Trassenführung am Rande des Platzes für Fahrradfahrer ausgedacht, den eigentlich niemand nimmt. Da der Platz kaum von Fußgängern frequentiert wird, sausen die meisten auf geradem Weg über die Fußgängerspur, um an einer der vielen Ampeln zu warten. Während die meisten Autos mit zwei Ampelzyklen über den Platz kommen, sind es bei den Fahrradfahrern in Richtung Bahnhof leider gleich vier bis fünf. Besonders ärgerlich ist die Fußgängerampel direkt an der Moritzkirche. Ich bin früher täglich über diesen Platz gefahren, habe dort aber nur extrem selten ein Auto die Straße passieren gesehen. Weil sie so unsinnig ist, wird die Ampel leider auch nicht mehr ernst genommen. Selbst junge Schulkinder gehen hier gerne bei rotem Signal über die Strasse. Die Ampel könnte an wichtigen Knotenpunkten vielleicht viel bessere Dienste tun und so nicht dazu beitragen, Signalanlagen zu missachten.

/ Tretkurbelist

EinRadler
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Station 2: Mansfelder Straße - Saalequerung:

Sowohl der Gehweg wie auch der Radweg werden nach dem Rennbahnkreuz gemeinsam in Richtung Mansfelder Straße auf die linke Seite der Fahrbahn geführt. Genau dies führt später dazu, dass viele Fahrradfahrer auf der linken Seite bis in die Stadt fahren. Schnelles Fahren ist für Fahrradfahrer daher meist nicht mehr möglich. Immerhin wurde mittlerweile ein Verkehrsschild installiert.

Fahrradweg_Ende

Dies signalisiert das Ende des Fahrradweges, leider lenkt es aber die Fahrenden nicht gleich auf die richtige, rechte Straßenseite. Ein zweites grundlegendes Problem an dieser Stelle ist der fehlende Platz für Fahrradfahrer. Bleiben sie auf der Straße, blockieren Sie die Vorbeifahrt der Straßenbahnen, die auf der Brücke nicht überholen dürfen. Ich für meinen Teil fahre auf der Straße und halte an, wenn sich eine Bahn von hinten nähert. Viele Fahrradfahrer entscheiden anders, weshalb die Straßenbahnen dann hinter ihnen her rumpeln. Leider ist es auch keine Lösung, dort auf dem Fußweg zu fahren, denn dort ist kein Platz und man kann auch nur an einer einzigen Stelle direkt auf den Fußweg wechseln. Die dicke Laternengalerie verhindert die Möglichkeit, Fußgänger wirklich zu überholen. / Tretkurbelist

Fahrradweg_Ende

Die Auffahrt auf den Fußweg ist nur an wenigen Stellen möglich, da die Bordkante ziemlich hoch ist. Man muss die Absenkung nehmen, aber die führt einen direkt zum Ampelmast oder in die Fußgängerinnen.

Bildbeschreibung

Sa01: Mansfelder Straße (1)

Zum Parkplatz über den Fahrradweg

Oberchef

Zum Parkplatz über den Fahrradweg

Parkplätze sind in knapp: Diese Tatsache bringt nicht nur Autofahrer, sondern auch Fahrradfahrer Halles immer wieder in besondere Schwierigkeiten und manchmal auch zur Verzweiflung. Denn Autos stehen auf Fahrradwegen herum, blockieren Einfahrten oder versperren im Kreuzungsbereich wichtige Wegführungen für Fußgänger und Radler. Vor allem in den dicht bewohnten Innenstadtvierteln ist das Parkproblem ganz bestimmt eine Herausforderung für alle und hier braucht es auch gegenseitige Rücksichtnahme und Kompromisse. Dennoch gibt es durchaus auch Viertel, in denen es eher nicht an Stellplätzen auf Parkplätzen oder in Parkhäusern mangelt. Nur leider kann man die Verkehrsteilnehmer nicht so richtig überzeugen, ihre Autos dort auch wirklich abstellen: Zu teuer, zu weit entfernt, zu eng, zu dunkel? Die Ursachen dürften vielfältig sein. Sicherlich wäre es eine gute Tat für die Stadt, hier wirkmächtigere Anreize zu schaffen, Autos tatsächlich an den dafür geschaffenen Orten zu parken.

Derweil zeigen sich Autofahrer kreativ beim Erschließen neuer Räume für die mobilen Gefährten. Eine besonders effektive Methode haben sich neuerdings die Nutzer des Medienzentrums erschlossen. Die Auffahrt zum Fahrradweg am Westen des Medienzentrums nutzend quälen sich die motorisierten VerkehrsteilnehmerInnen nun über die hohe Bordsteinkante, zwängen sich unter der Hausunterführung hindurch und parken schließlich nah und billig auf dem Hochplateau hinter dem Gebäude.

Neue Abstellflächen hinterm Medienzentrum

Der Rückkehr in den Straßenverkehr erfolgt an gleicher Stelle. Fahrradfahrer, die zur gleichen Zeit die Auffahrt zum Fahrradweg in der Mansfelder Straße nutzen möchten, haben dann das Nachsehen. Sie können nicht auf den Fahrradweg auffahren, sondern müssen auf der Straße bleiben. Mir selbst ist das in den letzten zwei Montaten gleich dreimal passiert. Da das Verlassen der Stelle sehr mühsam ist, stehen Autos dort offenbar länger herum.

An dieser Stelle ist das Parken sicherlich nicht gerechtfertigt, auch nicht, wenn man drei Augen zugunsten des Motorverkehrs zudrückt: Der große Parkplatz am Möbelhaus in der Mansfelder Straße (kostenfrei) oder das Parkhaus an der Händelhalle sind nur wenige Fußminuten entfernt. Vom Hersteller des Fahrradweges wurde das Einparken auch nicht vorgesehen, wie die fehlende Auffahrt für Autos und die hohe Bordsteinkante zeigt. Lange macht der Gehweg das vermutlich auch nicht mit. Vielleicht würde ein Verkehrsschild hier Abhilfe schaffen oder man gestaltet beim geplanten Umbau der Mansfelder Straße diesen Teil der Straße um und verlegt die Auffahrt zum Fahrradweg und gestatten desm Besitzer, für die Autos eine adäquate Auffahrt zu schaffen. /Tretkurbelist