Trothaer Straße Lebensgefahr

Lebensgefahr in der Trothaer Straße: LKW fahren auf dem schmalen Radstreifen

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Lebensgefahr

Trothaer Straße, Bereich Pfarrstraße stadteinwärts. Hier fährt in der Woche viel Schwerlastverkehr (Laster, Busse), die Fahrspuren sind eng und kurvig. Direkt daneben ohne Sicherheitsabstand der schmale Radweg, der dann zum schmalen Radfahrstreifen wird.

Durch die Kurven kommen längere LKW oder Sattelschlepper zwangsläufig auf den Radweg, wenn auf der anderen Fahrspur auch Verkehr ist. Das ist durch die Ampel häufig der Fall. Die Fahrradspur zeigt auch schon Bremsspuren und im HalleSpektrum wird von schweren Unfällen und weiteren Gefahrenstellen berichtet.

Oberchef

Die Reilstraße stadtauswärts hinter der Kreuzung mit der Wolfensteinstraße. Einspurige Straße, separates Gleisbett, geradlinig, gut einsehbar. Radwegebenutzungspflicht ist angeordnet.

Radwegbreite ohne zusätzliche Einschränkung: 1,40m.

Volle Breite

Das ist bis zur Kurallee mindestens 50cm zu schmal (1,40 + 0,40m Türabstand + 0,10m Straßenabstand) für einen Radweg, aber auf der Fußweg rechts von den parkenden Autos auch viel zu schmal.

Reilstraße Richtung Kurallee

Lösungsvarianten:

  1. Radverkehr auf Fahrbahn führen. Fußweg verbreitern, bei zu hoher Verkehrsbelastung Tempo 30
  2. Parkplätze entfernen, dann reicht es für Mindestbreite von Radweg und Fußweg.

Fußwege haben mit 20 cm Abstand zur Mauer und Begegnung zweier Personen eine Mindestbreite von 2,00m, zumindest wenn ein benutzungspflichtiger Radweg ausgeschildert sein soll. Hier sind es 1,20m, wenn man die Bordkante mitzählt.

Bildbeschreibung Bildbeschreibung An der Treppe zum Bäcker sind es dann nur noch 0,96m Bildbeschreibung

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Stadtauswärts war der Radweg schlimm, aber hier kommt es schlimmer.

Verkehrsflüsse: Radfahrerinnen (z.B. vom Nordbad), Fußgänger aus Trotha und aus dem Nordbad, Wartende an der Straßenbahnhaltestelle. Rentneranteil in Trotha: hoch. Platz: eher gar keiner. Der Fußweg schrumpft auf 1,20m Breite, der Radweg hat seine eher knappen 1,40m. Eng

Dann wird der Fußweg durch eine Sitzbank und einen Mülleimer ersetzt. Die Jugendlichen spielen Zentimeter von der Fahrbahn entfernt (hinter dem Baum ist auch einer, der wäre fast auf die Fahrbahn gefallen). Aber ganz wichtig: die Straße ist immer noch vierspurig. Noch enger

Man kommt an der Stelle sehr stark in Versuchung, die Fußgänger zu beschuldigen, weil sie den Radweg blockieren. Aber erstens fehlt ja jeder Platz, wenn man nicht wie im Kasernenhof vor dem Offizier strammsteht, und zweitens sollte es wirklich erlaubt sein, sich mal auf dem Fußweg zu treffen und zu schwatzen. Deshalb müssen Fußwege auch eine gewisse Mindestbreite haben. Wenn noch Schaufenster und Straßenbahnhaltestellen dazukommen, passen vier Autospuren einfach nicht mehr in diese Straße rein.

Es ist fast eine Erleichterung, sich danach auf die 1,40m Fahrbreite zwischen parkenden Autos und rollenden Lastern "auszubreiten". Radweg

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Die Geiststraße hat zwei Straßenbahngleise, einen Parkstreifen, ist in Richtung stadteinwärts für Autos als Durchfahrtsstraße befahrbar und mit teils wackligen Betonsteinen gepflastert.

In beiden Richtungen ist sie als innerstädtischer Teil der Nord-Süd-Achse vom Radverkehr stark befahren.

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Reilstraße stadteinwärts. Schmaler Radweg (1,40m) direkt an die parkenden Fahrzeuge gequetscht und ohne Sicherheitsabstand zur Fahrbahn. Wenn eine Autotür geöffnet wird, landet man auf der Fahrbahn. Erhöhtes Gleisbett, also fahren die Autos dort wirklich auf engem Raum.

Verbleibender Fußweg ist ein zu schmaler Streifen.

[Nachträgliche Ergänzung:] Lösungsvorschläge

Variante 1: Wegen des Platzmangels den Radverkehr auf der Fahrbahn führen, aber mit Tempo 30 wegen fehlender Überholmöglichkeit

Variante 2: Entfernung der Parkplätze

Zoo

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Halle hat einen Zoo und ist sehr stolz darauf, vor allem weil er auf einem Berg liegt. Der Eingangsbereich hat einen mondänen Treppenaufgang und bereits vor dem Kassenhaus mit kleinem Laden kann man sich gut aufhalten.

Nach dem Verlassen des Zoos erwartet die geschafften Familien und müden Kinder unten ein wichtiger Aufmerksamkeitstest:

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Die Trothaer Straße ist als L50 Teil des Landesstraßennetzes und Halles Ein- und Ausgang nach Norden. Sie ist stark befahren, hoher Schwerlastanteil. Sie verbindet auch die Stadt mit dem Nordbad, wo im Sommer die übervollen Radständer ein offensichtlicher Beleg für den Radverkehr sind. Dieser Beitrag betrachtet den Weg stadtauswärts, beginnend gegenüber vom Zoo, nach dem Ende der Paracelsusstraße.

Am Anfang ist der asphaltierte Teil des Radweges 1m breit, der Fußweg 1,40m. Je nach Regelwerk kann man die Bordkante mit zur "lichten Breite" des Radwegs zählen, aber dann sind es immer noch nur 1,20m und es fehlt der Sicherheitsabstand zur schnell, stark befahrenen und LKW-reichen Fahrbahn. Laut StVo muss der Radweg mindestens 1,50m haben, wenn man andere Regelwerke heranzieht, sollte er mehr haben. Anfang

Auch in der Trothaer Straße hält man an der in Halle so beliebten Kombination aus Tempo 50, möglichst vielen Fahrspuren und zusätzlich noch Parkplätzen fest. Dadurch bleibt zu wenig Platz für Fußgängerinnen und Radfahrerinnen, also lässt man einfach die Abstände weg. Der (natürlich benutzungspflichtige) Radweg inklusive "Bordsteinchen" ist 1,40, diesmal aber wirklich von parkendem Auto zu fahrendem Auto/LKW. Parkbegleiter

Da man die 1,40 noch als zu einfach für die geschickten und aufmerksamen halleschen Radfahrerinnen (z.B. radelnde Jugendliche mit Badegepäck auf dem sommerlichen Weg ins Schwimmbad) ansieht, garniert man gern mal den Weg mit Straßenschildern. Immerhin am Rand des Radweges, das ist in Halle ein Fortschritt.

Nach der Kreuzung mit der Seebener Straße wird es dann wirklich eng, vor allem für die Fußgänger: NachSeebener

Zwischen Mauer und Radweg verbleiben 1,60m. Die paar Zentimeter an der Wand habe ich weggelassen, weil über denen die Mauer noch vorspringt (wahrscheinlich Wärmedämmung). Zollstock

Das ist schon wirklich eng, aber Trotha ist dafür bekannt, dass es einen hohen Rentneranteil hat (60er Jahre Luxus). Rentner sind ja schlank, dynamisch und wendig. 1,60 ist für einen normalen Fußweg ohnehin zu eng, deshalb kann man den Schwierigkeitsgrad gleich zusätzlich durch jede Menge Laternenmasten erhöhen: Ich gehe um die Laterne An den Masten sind wir bei 1m lichter Restbreite (wenn man den Sicherheitsabstand zum Radweg mal auf 0,00m reduziert).

Wer da immer noch durchkommt, bekommt es mit der Ampel zu tun:

Ampel

Immerhin hat man die freie Auswahl zwischen dem 90cm breiten Durchgang an der rauhen Wand oder dem 45 cm breiten Abstand zum bergab zügig befahrenen Radweg.

Man sieht auch im Hintergrund gut den gleich wieder anfangenden Parkstreifen, niemand braucht sich also Sorgen zu machen, dass dort vielleicht die notwendige Breite für Radfahrer und Fußgänger eingeräumt wird.

Wer denkt, das war jetzt der Gipfel, der irrt. Der kommt erst noch auf der anderen Straßenseite.

Oberchef
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Aktualisierung 2017-08-02

Die Stadt hat seit kurzem die Gefahrenstelle stadtauswärts direkt nach der Kreuzung Wolfensteinstraße mit einer deutlichen Markierung versehen, um dort die baulich angelegten Parkbuchten von Kraftfahrzeugen freizuhalten. Zumindest gegen Dauerparker kann jetzt das Ordnungsamt vorgehen, und da das in Halle ja chronisch unterbesetzt ist, empfiehlt sich das übliche Anzeigen mit Foto und Zeit (dazu in Kürze mehr auf dieser Seite).

Bearbeitet

Die Reilstraße stadtauswärts hinter der Kreuzung mit der Wolfensteinstraße. Einspurige Straße, separates Gleisbett, geradlinig, gut einsehbar. Radwegebenutzungspflicht ist angeordnet.

Radwegbreite ohne zusätzliche Einschränkung: 1,40m.

Volle Breite

Kurz nach der Ampelquerung (neben den anfahrenden KFZ) ist der benutzungspflichtige Radweg gleichzeitig offizieller Parkplatz (oder "Kurzhalteplatz") und schrumpft auf einen Abstand zwischen Auto (wirklich das Metall) und Fahrbahn von ca. 20cm zusammen.

Das sind bei 40cm Abstand zum parkenden Auto, absolut minimal angesetzten 10cm zum motorisierten Verkehr (Tempo 50 erlaubt) und 1,40m für eine ganz besondere Engstelle immer noch 1,70m zu wenig.