EinRadler
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Ein hallischer Fahrradweg im Alltagstest

Sonnabend vor dem ersten Advent – heute mache ich mal den Versuch einer ganz normalen Wegbeschreibung mit dem Fahrrad. Ausgesucht habe ich mir eine Haupttrasse in Halle, den Weg von der Neustadt zum Bahnhof. Dabei handelt es sich um eine der wenigen Straßen, die über Fahrradwege verfügen. Also handelt es sich hier um echten Luxus in Halle: Man sollte also meinen, freie Fahrt für freie Fahrräder und ganz fix ist man am Bahnhof…

Station 1: Rennbahnkreuz:

Startpunkt ist die Haltestelle Rennbahnkreuz. Dort kommen auf verschiedenen Wegen die Fahrradfahrer aus Neustadt Nord und Süd sowie vom Gimritzer Damm zusammen. Hier wurden die Flächen an der Haltestelle im Zuge der Bauarbeiten an der Straße Gimritzer Damm gerade neu gestaltet. Dabei haben die Planer und Bauarbeiter kleine Überraschungen für Fußgänger und Fahrradfahrer eingebaut, die sich mittlerweile kreuzen. Während hier viele Fahrradfahrer vom Fahrradweg direkt an der Magistrale bzw. aus der Unterführung kommen, müssen Sie vor dem Straßenübergang erst einmal auf die linke Seite fahren und nach der Straßenquerung gleich wieder auf die rechte Seite.

Geh- und Fahrradweg am Rennbahnkreuz

(Auf dem Bild sind mit blau der Weg für die Fahrradfahrer und mit rot der Weg für die Fahrradfahrer gekennzeichnet.) Vor dem Umbau wusste man noch, wie die Verkehrsströme laufen, jetzt musste vermutlich irgendeine Norm eingehalten werden, welche die Seite des Fahrradweges festlegt? Sinnvoll ist das eher nicht, weil anschließend die Fußgänger auf der linken und die Fahrradfahrer auf der rechten Seite weiterfahren. /Tretkurbelist

Verquer

NN01: Gimritzer Damm

Sanierung Gimritzer Damm, fehlender Übergang am Ende des sanierten Teilstückes

MIGO
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Update 23.11.2017:

Wie die MZ heute berichtet, wird die Problemstelle entschärft. Ein Fahren auf der Fahrbahn dort ist nicht ideal, aber mit manchen Fahrzeugen (Anhänger, Dreirad, Tandem) eindeutig die realistische Lösung.

Das Schild "Fahrrad verboten" ist sogar schon entfernt, neue Fotos folgen!

Gimritzer Damm, Sanierung 2017

Anmerkung der Redaktion: der Zustand ist nicht als Dauerzustand geplant, sondern ist eine Übergangssituation bis zum nächsten Bauabschnitt. Aber für diese Monate ist die Situation für den Radfahrer dort sehr problematisch! (Zu den Kommentaren)

Gimritzer Damm, ein großes Stück wurde 2017 saniert und im Oktober freigegeben.

Der neue Radweg ab Rennbahnkreuz ist ein Traum.

Lob dafür, obwohl die Stadt dafür nichts kann. Das Bauvorhaben ist der HAVAG zuzuordnen und man muss das glücklicherweise heutzutage so bauen.

Kein Vergleich mehr zu der alten Schotter-Matsch-Piste auf dem Damm selbst.

Klar ist man den Abgasen näher, aber man kann nicht alles gleichzeitig haben.

Das Problem beginnt allerdings hinter der Einmündung Zur Saaleaue.

Der Radweg endet plötzlich. Es gibt keinerlei Möglichkeit, wieder auf den Damm auszuweichen, außer man beherrscht die 180-Grad-Wende aus der Fahrt heraus und nimmt die Rampe in Südrichtung. Selbst zum Absteigen ist zu wenig Platz. Beigefügte Bilder zeigen den Zustand.

Bei Autostraßen zeigt man in der Regel mehr Kreativität und baut flux eine Behelfsfahrbahn. Das wäre auch hier das mindeste und zwar hoch zum Dammradweg. Denn einige Meter weiter steht sogar ein Verbotsschild für Radfahrer. Wenn man es wagt, trotzdem auf der Fahrbahn weiterzufahren, da einem ja nichts weiter übrig bleibt, wird man bedrängt und geschnitten, als ob man das größte Vergehen begehen würde.

Beginn Einfädelung Kreuzung Finale Ampel Ende

Nachtrag: ein paar Impressionen davon, welches Gnadenbrot in Halle für den Rad- und Fußverkehr vorgesehen ist: Bildbeschreibung Bildbeschreibung Bildbeschreibung Bildbeschreibung Bildbeschreibung Bildbeschreibung Bildbeschreibung