Pa01: LuWu I

Falschparker vor Restaurant

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Die Ludwig-Wucherer-Straße verbindet Reileck und Steintor und hat ein hohes Radverkehrsaufkommen (> 9000 pro Tag). Vom Reileck kommend muss man auf den Radweg. Die früher sehr erhebliche Falschparkerbelastung dieser Stelle wurde nach einigen hundert Wochen permanentem Ansprechen des Problems durch weiche, flexible Barken deutlich verringert, aber so langsam finden die Autos auch dafür eine Lösung.

Auf der Fahrbahn kann man sich dort als Fahrrad sehr schwer durchsetzen, weil erstens irgendwie ein Radweg da ist (der natürlich bei Falschparkern nicht benutzungspflichtig ist) und zweitens die Fahrbahn nur einspurig ist und die Kraftfahrzeuge schnell die Ampelkreuzung Reileck freimachen wollen und ihr natürlich zustehendes Grün an der nächsten Ampel erreichen wollen.

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Ludwig-Wucherer-Straße: Der Radweg wird immer im Slalom um die parkenden Autos geführt. Man kommt aus der Spur rechts von den parkenden Autos, ist unsichtbar für die Autofahrer auf der Fahrbahn (die vielleicht einparken wollen), für die Insassen der parkenden Autos (die vielleicht aussteigen wollen), und für die ausparkenden Fahrzeuge.

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Der Radstreifen Richtung Steintor wird teilweise an der Fahrbahn entlanggeführt. Der Radweg ist mit 1,40m unterhalb der Mindestbreite der StVO (1,50m), aber schlimmer ist, dass der reale Abstand zu den parkenden Autos viel zu gering ist (manche lassen Platz, andere parken bis an den Radweg ran). 1m wird empfohlen, 75cm stehen in der RaSt 06. Der Abstand zu Tempo-50-Fahrbahn ist immerhin mit der dicken Trennlinie und dem Rüttelstreifen gegeben.

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Der Radweg quetscht sich zwischen einen schmalen Fußweg einerseits und Bäumen und parkenden Autos andererseits irgendwie durch.

An den zwei Fußgängern sieht man, dass es durchaus sinnvoll ist, auf begangenen Fußwegen zwischen Mauer und Radweg 2,50m Gehwegbreite vorzusehen, die hier einfach fehlen. Kein Platz

Noch witziger ist der verbliebene Radweg mit den zwei Autos drauf. Der schrumpft auf 0,75m zusammen. Zollstock Zollstock

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Ludwig-Wucherer-Straße, gleiches Problem wie in LuWu II.

Der Radweg wird immer im Slalom um die parkenden Autos geführt. Man kommt aus der Spur rechts von den parkenden Autos, ist unsichtbar für die Autofahrer auf der Fahrbahn (die vielleicht einparken wollen), für die Insassen der parkenden Autos (die vielleicht aussteigen wollen), und für die ausparkenden Fahrzeuge.

Rückblick

Danach wieder zu schmaler und den Autos zu dichter Radweg. Teilweise lassen die parkenden Autos ein bisschen Platz, aber meistens nicht. Radweg

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Radwegbreite 1,40m, mit dem Randstreifen 1,50m, so weit zulässig laut StVO.

Problem: der Sicherheitsabstand zu den parkenden Autos fehlt, damit besteht Gefahr durch öffnende Autotüren. Deshalb sollte man 1m Abstand von parkenden Autos halten. Alle Autos parken direkt bis an den Radweg ran. Der Radweg müsste ein Stück nach links, aber dort ist schon die eine Fahrspur ohne Ausweichmöglichkeit mit Tempo 50.

Variante 1: Parkplätze weg, dann klappts auch mit der Fußwegmindestbreite

Variante 2: Fahrräder auf die Fahrspur, Tempo 30 wegen fehlender Überholmöglichkeit und wegen aller anderen Gefahren (Fußgänger, Parkaktionen), ordentliche Fußwegbreite.

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Ludwig-Wucherer-Straße in Richtung Reileck. Nach der Kreuzung mit der Willi-Lohmann-Straße führt der LuWu-typische Slalom wieder auf den Fußweg. An dieser Stelle gibt es viel Fußverkehr und viel Radverkehr.

Diesmal allerdings mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad. Nach einem Gefälle, auf dem man durchaus Geschwindigkeit erreicht, kommt eine schöne schmale Stelle zwischen Baum und Verkehrszeichen, mit einem viel zu schmalen Radweg und einem viel zu schmalen Fußweg. Wie "zu schmal" ist denn der Radweg?

Zu schmal

Zu schmal

1,15m Breite bei so einer engkurvigen Verschwenkung nach Gefälle, mit der man entweder links im Schotterbett oder rechts im Schild landet.

Und das Ganze nur, um den Fußweg noch weiter zu verengen. Und hier gilt auch nichts mit "lichter Breite", an dem Schild ist nichts "Licht". Die Ironie an der Geschichte: wenn man den Geschicklichkeitstest nicht besteht, fährt man immerhin vor den Masten des Lieblingsschilds der halleschen Verkehrsplanung: Lieblingszeichen Alles wird einem einzigen Ziel untergeordnet: "freie" Fahrbahn für Tempo 50.

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Ludwig-Wucherer-Straße vor dem Edeka. Immer viel Betrieb, sehr wenig Platz für viele Radfahrer und noch viel weniger Platz für die Fußgänger. Vom rechtmäßig zustehenden Platz auf dem Fußweg sind nur Bruchteile vorhanden.

Immerhin ist man vom Geschicklichkeitstest schon abgebremst, ehe man auf diese Stelle zufährt.

Forderung: Bereits ab der Willi-Lohmann-Straße den Radverkehr auf die Straße, dort Tempo 30. Den bisherigen Radweg für die Radständer nutzen und den Fußweg mindestens zwischen Willi-Lohmann-Straße und Fritz-Reuter-Straße ohne Parkplätze auf seiner vollen Breite als Fußweg lassen.